Verleugnung der „Weiblichkeit“

Die „Weiblichkeit“ an sich unterliegt dem sozialen Wandel –so wie auch die Vorstellungen von Männlichkeit einem Wandel unterliegen- sie wird von der Gesellschaft vorgegeben.

In den letzten Jahrzehnten (seit der 68er – Bewegung) versuchen Frauen häufig, die besseren Männer zu sein. Der Grund hierfür liegt auf der Hand: “männliche” Frauen sind offensichtlich erfolgreicher. Dies drückt sich bereits im Dresscode aus.

Und Mann stellt die Frage “Wieviel Weiblichkeit erlaubt der Job?
Schminke? Augen ja – Mund aber nicht zu rot. Haare? Am besten kurz. Ein Jupe? Weshalb nicht den sportiv-burschikosen Hosenanzug anstatt des Kostüms? Dann muss sich Frau auch keinerlei Gedanken über die Strümpfe machen, denn diese trägt praktische Strumpfhosen, im schlimmsten Fall selbsthaftende Stayups. Strapse? For heaven’s sake, nein – das wäre doch nuttig! Die Qual der Wahl der Schuhe hat sich dann auch bereits erledigt; weder schicke Pumps noch hochhackige Stillettos kommen in Frage. Zum Hosenanzug paßt am besten der elegante Schnürschuh ohne oder auch gewagt mit Keilabsatz.

Eine Frau, die tiefer spricht und sich weniger feminin anzieht, gilt als kompetenter“, sagt Mahena Stief, Psychologin mit eigener Beratungsfirma in München. “Gibt sie sich sehr weiblich, muss sie mehr tun, um anerkannt zu werden.

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